Rechtzeitig zum Schuljubiläum ist das „Käthebuch“ erschienen. Es erzählt auf 116 zweifarbigen, reich illustrierten Seiten die fünfzigjährige Geschichte der Käthe-Kollwitz-Schule
Es ist ein sehr lebendiges kleines Geschichtsbuch daraus geworden, das deutlich macht, wie die jeweiligen Zeiteinflüsse auch das Leben an der Schule prägten. Jedem Jahrzehnt sind sechzehn Seiten gewidmet – Platz genug, damit jedes Jahrzehnt sein eigenes Profil gewinnt.
Im ersten Jahrzehnt (1955-1965) waren der Umzug in den Neubau an der „Podbi“ und der Flüchtlingsstrom aus dem Osten zu bewältigen. Die reine Mädchenschule machte aus kleinen Mädchen mit Kniestrümpfen und Zöpfen gesittete junge Damen. Im zweiten Jahrzehnt (1966-1975) galt es, die Jugend „aufzufangen“, die zunächst nur modisch (Miniröcke und Jeans) und bald auch politisch (antiautoritäre Bewegung) rebellierte. Das dritte Jahrzehnt (1976-1985) sah die Ankunft der Jungen an der Mädchenschule, den Verlust der Klassen 5 und 6 an die Orientierungsstufe sowie den Einstieg der Generation der 68er in den Lehrerberuf. Im vierten Jahrzehnt (1986-1995) kam das Umweltbewusstsein in den Schulen an, vertrieb Coladosen und beflügelte Energiesparmaßnahmen. Das (bisher) letzte Jahrzehnt (1996-2005) brachte uns die Expo, die Generalsanierung und die Rückkehr der „Kleinen“.
All dies und vieles mehr wird an konkreten Personen und Ereignissen des Schullebens und mit Auszügen aus der Lokalpresse, den Schüler- und Abizeitungen und sogar aus Konferenzprotokollen anschaulich gemacht. So erfährt man, warum die KKS im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens Russisch als Fach anbot und auf welchen Namen das schuleigene Ruderboot getauft wurde. Man erfährt, wie es 1969 zur Rauchgenehmigung für Oberstufenschüler kam, der dieser Tage der Erlass des Kultusministeriums ein Ende gesetzt hat. Bei der ersten Projektwoche 1983 betreute der junge Mathematik- und Physiklehrer Uwe Greif das Astronomie-Projekt und Doris Kleinert die Modenschau. Bei einem frühen Jazzabend 1991 unter Leitung von Iris Feise, Astrid Sannemann und Renate Kammeyer ließen die „Wild Boys“ aus dem 13. Jahrgang (fast) alle Hüllen fallen. Und als Exposchule boten wir den Besuchern im Jahre 2000 unter anderem Erdproben in Marmeladengläsern sowie „Fünf Minuten Kreativzeit“.