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Liebe Selfpublisher,

was soll ich sagen – euer Brief (http://phantanews.de/wp/aartikel/offener-brief-der-selfpublisher-den-buchhandel/)  klingt in meinen Augen wie ein großes „Mimimi“.  Ihr betont in VERSALIEN, dass eure Bücher GAR NICHT ANGEBOTEN werden.

Nun, dann geht es euch wie geschätzt 90 % aller lieferbaren Titel in Deutschland. Eine Buchhandlung kann gar nicht alle Bücher anbieten, da schlichtweg der Platz dafür fehlt. Und selbst wenn ihr das „Heidengeld“ investiert, und eine ISBN kauft: Solange ihr die nicht in das VLB eintragt, kann der Buchhändler gar nicht wissen, dass es das Buch gibt. Es gibt nun mal Grundsätzlichkeiten im Buchhandel, so „obsolet“ euch diese „Traditionen“ auch erscheinen mögen. Ein Verzeichnis Lieferbarer Bücher ist jedoch kein „okkulter Katalog“ (diese Bezeichnung trifft eher auf das Sammelsurium amazon zu) sondern eben ein „Verzeichnis“ der „lieferbaren Bücher“… Wer sich da aus Kostengründen nicht reinschreiben lässt, ist eben nicht lieferbar im Sinne des Buchhandels.

Wie oben geschrieben, tauchen 90 % der lieferbaren Bücher des deutschsprachigen Verlagswesens nicht auf Tischen oder  in Regalen der Buchhandlungen auf – das ist kein Problem des Selfpublishing. Was die Onlineauftritte der Buchhandlungen angeht – die gibt es kaum. Fast jedes Online-Angebot einer Buchhandlung ist ein auf die Datenbank von Libri oder KNV aufgesetzte Maske – logischerweise existieren dort auch nur Titel, die bei Libri oder bei KNV gelistet sind… Ich persönlich habe Libri nicht als Barsortiment, somit tauchen meine Bücher in keinem Webshop auf, der auf libri.de aufsetzt (nur als Beispiel: www.konertz-buchhandlung.de). Das stört, aber das ist meine ganz persönliche Entscheidung, das in Kauf zu nehmen.

Selbst ich als Kleinverleger hatte lange das Problem, dass Buchhändler den Kunden mitteilten, meine Bücher seien „nicht existent“. Dies hat u. a. folgende Ursachen:

1.)    In der Suchmaske der Buchhandlung ist der Katalog des Grossisten voreingestellt, bei dem sie hauptsächlich bestellen – ist man dort nicht drin, ist man dort nicht drin.
2.)    Viele Mitarbeiter einer Buchhandlung (ich sage bewusst nicht: Buchhändler) sind sich nicht im Klaren darüber, dass es etwas anderes als deren Grossisten-Katalog gibt. Das ist ein generelles Problem, insbesondere bei Ketten: Viele Angestellten dort sind doch keine Buchhändler mehr sondern „nur“ (nicht abwertend) Verkäufer…

Der Hauptgrund jedoch, weshalb viele Buchhandlungen ein Problem mit Selfpublishern und Kleinverlagen haben, ist in meinen Augen dieser hier: Es bringt zu wenig ein. Wir müssen uns von der romantischen Vorstellung verabschieden, dass hinter der kleinen Theke ein in seiner Buchhandlung in Ehren ergrauter, Pfeife rauchender Buchhändler in eigenem Ladengeschäft steht und keine Kosten hat außer der kleinen Funzel, die über dem Tischchen leuchtet und seines Tabaks.

Buchhandlungen sind Wirtschaftsunternehmen. Und wenn ein Mitarbeiter stundenlang recherchieren muss, wo man nun das eine oder andere im Eigenverlag oder bei Kleinverlagen erschienene Buch bestellen kann, hat er in der Zwischenzeit nicht die Möglichkeit, Kunden zu beraten und zu einem Kauf zu bewegen.

Und damit kommen wir zum Punkt, den ihr auch ansprecht: Rabatte… Ihr nennt das Problem: Ihr könnt nicht die gleichen Rabatte geben, die die bösen bösen „Verlagsgiganten“ einräumen… Viele Selfpublisher kommen jedoch gar nicht auf die Idee, in ihren Preisen überhaupt Händlermargen einzurechnen, also geben sie keine oder nur minimale. Und dann wundert ihr euch, dass die Buchhandlungen, die erst noch im Internet nach dem Ansprechpartner recherchieren mussten, Zeit aufwenden mussten, statt per Mausklick beim Grossisten zu bestellen, eine E-Mail zu schreiben, sich mit den vermutlich unvermeidlichen Ärgernissen des deutschen Finanzwesens rumzuschlagen, denn ein Selfpublisher wird oft nicht alle Voraussetzungen an eine ordentliche Rechnung kennen, diese muss dann im Nachgang ggf. korrigiert werden, das kostet Zeit und Arbeitskraft – und damit Geld.

Ihr wollt fair behandelt werden – dann behandelt doch bitte auch den Buchhandel fair, indem ihr euch nicht nur aufs Büchermachen stürzt sondern euch auch ein kleines bisschen der notwendigen Organisation draufschafft, die das Büchermachen so mit sich bringt.

Danke.

Jens Bolm
JMB Verlag



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Alexa und Alexander Waschkau, Hamburg

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